UniEXperiment: Individualität & Gemeinschaft

TEXT: Tomas Langhorst

Mein (Verständnis vom) UniEXperiment

Individualität im Dienst der Gesellschaft

Jeder UniExperiment-Studierende gestaltet sein Studium selbst, aber im Verständnis von UniExperiment nicht nur für sich selbst. Denn im individuellen Fähigkeiten-, Interessen-, und Begabungsprofil des Einzelnen sieht UniExperiment Sinn, der über den Einzelnen hinausweist.
UniExperiment geht davon aus, dass das individuelle Fähigkeiten-, Interessen-, und Begabungsprofil des Einzelnen Sinn hat wesentlich auch für die Gesellschaft. UniExperiment glaubt, dass das ureigene Profil jedes Einzelnen wichtige Ressourcen birgt, die für die Gesellschaft von großer Bedeutung sind.
Denn UniExperiment sieht den Einzelnen als sinnhaften Teil eines sinnhaften Ganzen, und somit gerade in seiner Einzigartigkeit auch als sinnerfüllten Teil der Gesellschaft, in der er lebt.
Damit geht UniExperiment davon aus, dass die individuellen Anlagen und Fähigkeiten des Einzelnen eine Sprache sprechen, deren Äußerung für die Gemeinschaft ebenso wichtig ist, wie für ihn selbst.

Das ureigene Potenzial freilegen und nutzen

Wesentlich für das Studium bei UniExperiment ist und im Verständnis von UniEsperiment auch für die Gesellschaft ist, dass der Student sein eigenes Fähigkeiten- Begabungs- und Interessenprofil nutzt.
Um es nutzen zu können, muss er Zugang zu ihm haben. Der Zugang zu den eigenen Studien- und Lernleidenschaften ermöglicht es dem Studenten, seine ureigenen Ressourcen, sein individuelles Potential zu nutzen.
Ist oder scheint dieser Zugang zum ureigenen Potential verschüttet, bietet das gemeinsame Studium mit den Mitstudenten vielfältige Möglichkeiten und Angebote, an der Freilegung des ureigenen Potenzials zu arbeiten.
UniExperiment sieht eine wesentliche seiner Aufgaben darin, dem Einzelnen Hilfestellungen zu bieten und Partner zu sein für die Entwicklung seines ureigenen Potenzials. Schon die Gemeinschaft von Studenten die ebenfalls genau daran arbeiten, kann hilfreich sein, ebenso wie die Unterstützung von auf diesem Gebiet Erfahrenen, auf die UniExperiment-Studenten zurückgreifen können.

Studium entlang der eigenen, individuellen Studienfragen

Sein Studienthema kann der/die UniExperiment-Studierende auch mittels seiner/ihrer  individuellen Studienfragen ausdrücken. Dazu formuliert er/sie zu Beginn seines/ihres  Studiums seine/ihre Studienfragen. Entlang seiner/ihrer eigenen Studienfragen verläuft sein/ihr Studium und sein/ihr Lernweg.

Studium und innerer Antrieb

UniExperiment geht davon aus, dass ein Mensch, der seinen ureigensten Interessen und Fähigkeiten lebt, seinem inneren Antrieb folgt.
UniExperiment ist überzeugt davon, dass jeder Mensch diesen inneren Antrieb hat. Ist sein ureigener Antrieb nicht zu spüren, so liegt das aus der Sicht von UniExperiment allenfalls daran, dass er verschüttet ist, und erst freigelegt werden muss.

Wenn nötig: den inneren Antrieb finden und freilegen

Daher ist es ein wesentlicher Teil des Studiums, den inneren Antrieb der Studierenden  freizulegen, falls das nötig ist.
Dies geschieht am Anfang des Studiums, an dem  Studienfragen formuliert werden können.
Jeder Student des UniExperiment kann seine Studienfragen nennen, und auf welchem Weg er ihnen folgen will.
Kann ein Student seine individuellen Leidenschaften, also seine individuellen Studienfragen nicht formulieren, so erhält er von UniExperiment jede Unterstützung, um sie zu finden.
Denn das Auffinden der eigenen Studienfragen kann als ein ein wesentlicher Garant angesehen werden für das effektive Studieren. Sie können vorgeben, wo´s im Studium langgeht. Wo kein äußerer Lehr- und Studienplan existiert, soll der innere bewusst sein, oder eben freigelegt werden.

Im Potential des Einzelnen liegt Sinn

UniExperiment geht davon aus, dass jeder Mensch eine einzigartige Mischung von Fähigkeiten, Interessen und Begabungen in sich birgt.
UniExperiment geht weiter davon aus, dass dieses individuelle Fähigkeiten-, Interessen-, und Begabungs-Profil nicht zufällig, beliebig und sinnlos ist, sondern im Gegenteil tief sinnhafter Ausdruck einer sinnerfüllten Schöpfung.
UniExperiment sieht den Menschen als Teil der Schöpfung.
Damit werden die individuellen Fähigkeiten, Interessen und Potentiale des Einzelnen als sinnhafter Teil eines sinnhaften Ganzen gesehen:
der Mensch wird verstanden als Teil eines beseelten Schöpfungs-Ganzen und ebenso als sinnhafter Teil eines Gesellschafts-Ganzen.
Lebendiges, und damit auch der Mensch mit seinen für ihn charakteristischen Interessen, wird im UniExperiment nicht als bloße Ansammlung biologischer Funktionen und Mechanismen verstanden , sondern als zutiefst sinnerfüllter Lebensausdruck der Schöpfung an sich.

Achtung für die Schöpfung

Diese Schöpfung und der Mensch, als deren Teil UniExperiment ihn sieht, verdienen im UniExperiment tiefe Achtung:
Nicht sinnlos zufällig ist die Schöpfung, wie sie ist, für UniExperiment, sondern Ausdruck einer tieferen Ordnung, ebenso wie der Mensch.

Die Schöpfung in ihrem So-Sein und der Mensch mit seinen Interessen, Begabungen und Fähigkeiten sind für UniExperiment nicht sinnlose Tatsache, sondern Zeichen einer wesen- und sinnhaften Lebendigkeit, die UniExperiment um ihrer selbst willen und als Teil des beseelten Kosmos respektiert.
Mit dieser tiefen und liebevollen Achtung für das Lebendige verbindet sich für UniExperiment auch die Achtung vor den im Einzelnen lebendigen Kräften und damit seinen Lern- und Lehrbedürfnissen, seinen Wissens- und Tätigkeitswünschen.

Achtung für den individuellen Lernweg

Wenn Einer z. B. das Bauer-Sein auf seine eigene Art lernen will, dann sieht UniExperiment in dieser, seiner eigenen Art das Bauer-Sein lernen zu wollen, Schönheit und Sinnhaftigkeit, die durch einen normierten Lehr- und Lernweg weder erfasst, noch abgebildet und damit auch nicht geachtet werden kann.
Wie Einer lernen und wie sich Einer entfalten will, ist für UniExperiment eben nicht zu vernachlässigende Petitesse angesichts behaupteter objektiver Erfordernisse, sondern wesentlicher Ausdruck des Schöpfungskosmos und als solcher zu achten zu respektieren und zu fördern.
Genau daraus leitet sich die höchste Prioriät ab, die UniExperiment den  individuellen Lern- und Entfaltungswünschen des einzelnen Studenten zubilligt.
Daher richtet sich das Studium im UniExperiment an diesem individuellen Potential aus: das eigene Fähigkeiten-, Interessen- und Begabungsprofil gibt den Rahmen für das Studium vor:
Der/die Studierende gestaltet sich ihr/sein Studium selbst.

(2014)

– Aus dem UniEXperiment-Konsens zwischen Bea Foote, Hilde Wiegele, Juliane Groß, Theresa Panny, und Tomas Langhorst:
„Jede/r UniEXperiment-Studierende entscheidet selbst, was UniEXperiment für sie/ihn bedeutet, und was er/sie unter UniEXperiment versteht.“

Daher gibt dieser Text über die Grundlagen des UniEXperiment das Verständnis seines Autors Tomas Langhorst von UniEXperiment wieder. –

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