Gefühle im Studium – eine Eintrittskarte: Wohin? (Teil2) (23.4.2014)

Gefüle spielen für mich im UniExperiment-Studium eine große Rolle.

Ich möchte sie nicht wegdrängen, nur weil sie zugegebenermaßen „irrational“ sind, sondern einbeziehen, in mein Studium.

Was haben Gefühle in einem Studium zu suchen ?
Bestenfalls als Studienobjekt sind sie im akademischen Betrieb „geduldet“, oder als teils unübersehbares Phänomen in den Kunstwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften, in der Pädagogik, und in der Kommunikationswissenschaft. Doch werden sie wirklich um ihrer selbst willen wertgeschätzt ? Was haben Gefühle in einem Studium zu suchen ?

Was hat  „Trauer“ mit einem Studium zu tun, nicht als Studiengegenstand, sondern als authentische Energieerfahrung ? Erlebe ich „Trauer“ zum Beispiel eben gerade nicht als Energieerfahrung, sondern als „lähmend“ ? Und: muss das so sein, wenn es so ist ? Oder steckt in „Trauer“ vielleicht eine Kraft ? Verbirgt sich hinter Angst vielleicht ein Potential, unter „Scham“ eine wertvolle Energie, in „Wut“ ein Schatz ?

Was haben Gefühle in meinem Studium zu suchen ?
„Freude“ ? Aber ja ! Bittesehr ! Immer !
Aber die sogenannten „schwierigen“ Gefühle:

Trauer
Angst
Scham
Wut

Das, bitteschön, sind doch Privatangelegenheiten, und selbst als solche doch auch tunlichst zu vermeiden und zu umgehen, nicht ?!

Text: Tomas Langhorst, Freies UniExperiment

links zu: Teil5, Teil4, Teil 3, Teil1

 

 

Gefühle im Studium – eine Eintrittskarte: Wohin? (Teil1) (23.4.2014)

Wohin führen Gefühle: in´s Nirwana der Irrationalität, in destruktive Abgründe oder  höchste Höhen ?
Was sind Gefühle: Kraftwerke oder schnell zu vernichtende Einmal-Handschuhe für den täglichen Gebrauch, Gemeinschaft stiftend oder zerstörend ?

Haben Gefühle etwas mit dem Potentialfreisetzungskraftwerk im UniExperiment zu tun, oder sind sie schleichendes, zersetzendes Gift ?

Gefühle, Gefühlskräfte: Grund zur Verzweiflung – oder Chance ?

Sind sie eine Eintrittskarte in´s Leben, das Tor zur Lebendigkeit – oder ein Ausgang in´s  Ungewisse, Unplanbare, Unakademische, Irrationale, Nicht-Handhabbare, Illusionäre ?

Sind Gefühle überhaupt real ?
Gibt es die ?
Und wenn ja: sind die greifbar ?

Kann etwas, das nicht anzufassen ist, im Studium überhaupt eine Rolle spielen ?
Können Gefühle in einer Geisteswissenschaft eine Rolle spielen ?
Spielen Gefühle in der Wissenschaft eine Rolle und wenn ja: welche ?

Welche Rolle spielen Gefühle für mich im UniExperiment, und wie gehe ich mit ihnen um ?

Schön brav akademisch müsste am Anfang eines solchen Textes erstmal stehen, mit welcher Definition des Ausdrucks „Gefühl“ er überhaupt arbeitet. Diese Definition hebe ich mir für später auf und vertraue optimistisch oder eher realistisch darauf, dass „wir“ schon wissen (oder zumindest ahnen ?), was Gefühle sind.

Kommen die mir in die Quere, im Studium ?
Sind sie Studiengegenstand, gar Energiequelle, oder Energiefresserchen ?
Mal so, mal so, erfahre ich, und doch auch: enorm zerstörerisch können sie sein.

Sie können meiner Erfahrung nach ganze Gemeinschaften sprengen, auch die, die unter den höchsten und hehrsten Idealen sich versammelt haben. Oder sie, die ich als Tor zur Lebendigkeit bezeichnet habe, können dazu führen, dass alle Lebendigkeit, jede Kreativität und erst recht echte Lebensfreude und Authentizität vollkommen verschwinden, aus einer Gruppe, die sich dann fragen mag:

Was ist denn jetzt passiert ?
Wie konnten wir dahin kommen, wo wir doch so voller Idealismus, Begeisterung, Offenheit, Lebendigkeit, Freude, Zuspruch und Unterstützung von außen und mit so viel Schwung gestartet waren ?
Wie kann es sein, dass wir uns plötzlich misstrauen, wo wir doch unser gegeseitiges Vertrauen am Anfang unserer Unternehmung so genossen haben ?
Wo ist die flirrende Energie hin, die doch am Anfang in jeder Sekunde unseres Zusammenseins spürbar war ?
Wohin ist die Kraft verschwunden, die jeder von uns so deutlich in unserer Gemeinschaft gespürt hat ?
Wohin ist die echte Kreativität gewandert, die ursprünglich in unserer Mitte ihre Freudentänze vollführt hat ?
Wohin ist unsere Begeisterung verduftet, die uns immer wieder erwartungsvoll zusammenführte ?
Wohin ist die Freude gegangen, die wir so ausgiebig miteinander geteilt hatten ?
Wohin hat sich der Genuss verzupft, den unsere Versammlungen für uns bedeuteten ?

Ist die Sonne untergegangen, und der Mond noch nicht aufgegangen ?
Sind wir in schwarzer Neumondnacht, ohne Orientierung ? Sehen wir den anderen nicht mehr, vor lauter Schwärze, und uns selbst nicht mehr, vor lauter Dunkelheit ?
Und: Wo sind wir gelandet ? An welchem Ort sind wir ?
Wie können wir das herausfinden, wenn das Licht des Mondes noch nicht scheint ?

Text: Tomas Langhorst, Freies UniExperiment

links zu: Teil5, Teil4, Teil 3, Teil2

 

 

 

 

Studien- und VersuchsReihe: TantraMassage

Tantra im UniExperiment

Studien- und Versuchsreihe Tantramassage
von Tomas Langhorst

Fragestellungen:

I. Welche Wirkungen hat Tantramassage auf Lebensgefühl, Wahrnehmungen und Engergieniveau des/der MassageEmpfängers/in und des/der Massierenden ?
.
II.Verändert sich die Wirkung der Tantramassage(n) für Empfänger/in und Massierende/n, und deren Wahrnehmung bei wiederholten Massagen über einen längeren Zeitraum ?

8.3.2014: GanzkörperMassage (18:00-19:30)
9.3.2014: LingamMassage (14:00-15:30)

Was ist TantraMassage ?

TantraMassage ist eine Massageform, bei der der Verlauf der Körperenergiezonen und -bahnen im Körper besonders berücksichtigt wird, und die in ein Ritual der Wertschätzung und Achtsamkeit eingebunden ist.
Sie kann als Paarmassage gestaltet werden, mit Masseur/in und Empfänger/in, und in beliebigen weiteren Kombinationen von einem/r oder mehreren Massierenden und Empfängern/innen.
Sie kann Körperenergien und inneres Erleben in Fluss und Balance bringen, die Intensität des Lebensgefühls und Energieniveaus steigern und körperliches und seelisches Wohlbefinden fördern.
Da in der Tantramassage sowohl Empfänger/in als auch Masseur/in größtenteils oder vollständig unbekleidet sind, erfordert diese Massageform vom Masseur/der Masseurin ein hohes Maß an persönlicher Integrität und Präsenz und Feingefühl. Daher ziehen einige es vor, diese Form der Massage ausschließlich mit ihnen eng vertrauten Menschen zu genießen.
Das Erleben von Schattenthemen des/der Empfangenden kann die Tiefenwirkung der Massage für den/die Massierte/n vergrößern. Deshalb ist ein Vor- und ein Nachgespräch selbstverständlich Teil der Tantramassage, wenn der/die Empfänger/in dies wünscht.

Praktizierte Tantramassage-Versionen (werden später im Überblick erläutert):
Ganzkörpermassage Version publiziert von Becker/Langhorst, 2013
LingamMassage Version publiziert von Becker/Riedl, 2008

Untersuchungszeitraum:
8.3.2014 – 8.9.2014

Untersuchte Massagesituation:
Paarmassage

Teilnehmende Personen:
2

Praktizierte Rollenverteilung:
wechselnd: Empfänger/in und Gebende/r tauschen ihre Rollen

Qualifikation der Teilnehmenden:
Eine Person (A) hat mehrere Ausbildungseinheiten für Tantramassage absolviert, langjährige Erfahrung mit Tantramassage und ist ausgebildete/r Tantramassage-Lehrer/in.
Die zweite Person (B) hat mehrere Ausbildungseinheiten für Yoga absolviert,  langjährige Yoga-Praxis, am 1.2.2014 eine Tantramassage-Ausbildung begonnen, seit 10 Monaten Erfahrungen mit Tantramassage,  und ist ausgebildete/r Yoga-Lehrer/in.
Damit verfügt eine Person über langjährige Erfahrung mit Tantramassage, die andere über knapp einjährige Erfahrung mit Tantramassage.
Beide Teilnehmende haben langjährige Erfahrung und Übung  in differenzierter Körper- und Selbstwahrnehmung.

Zeitpunkt der Äußerungen:
Teils direkt nach der Massage und zum Teil einige Stunden nach der Massage.

GanzkörperMassage
am 8.3.2014, 18:00 – 19:30

Warhnehmungen und Wirkungen:

1. Identische Wirkung auf Empfänger/in und Massierende/n

Beide fühlen sich nach der Massage „präsenter“, mehr „im Körper“.

2. Unterschiedliche Wahrnehmungen und unterschiedliche Wirkung auf Empfänger/in und Massierende/n

Masseur/in (Person A):

„Nach einer längeren Pause in meiner Massagepraxis merke ich, dass ich mich in den Ablauf der Massage erst wieder hineinfinden muss. Da ich noch sehr auf die Griffabfolge achte, gelingt es mir momentan noch nicht so leicht, mich in die Massage und den jeweiligen Moment ´fallenzulassen´.

Ich fühle mich jetzt nach der Massage ´runder´und ´ausgeglichener´. Ich fühle mich auf angenehme, weiche Art lebendiger, jetzt. Ich fühle mich nicht mehr nur ´im Kopf´ und meine Emotionen und Gefühle (Definitionen von ´Emotion´ und ´Gefühl´ nach Vivian Dittmar in „Gebrauchsanweisung für Gefühle“), sondern nehme mich noch umfassender wahr, als be-seelten Menschen, irgendwie viel ´ganzer´, als vor der Massage.
Ich habe den Eindruck, mehr von mir zu spüren, mehr meiner Persönlichkeitsanteile, mehr von meinen Möglichkeiten und Kräften. Ich spüre mich ´ganzer´ im Sein. “

Empfänger/in (Person B):

„Während der Massage sind Erinnerungen an meine Lebenssituation vor drei Jahren in mir hochgekommen, aber keine besonderen Gefühle dazu. Ich hatte den Eindruck, während der Massage immer wieder im Kopf zu sein, und mich nicht durchgehend fallenlassen zu können.
.
Meine negativen Emotionen, mein negatives Lebensgefühl, das ich eine Stunde vor der Massage in mir wahrzunehmen begann, also meine Negativität, die ich gut kenne, mein „Nicht-leben-wollen“ sind nach der Massage verschwunden. Ich fühle mich viel besser. Nach der Massage fühle ich mich jetzt wohl mit mir selbst und viel deutlicher in meinem Körper. Ich habe schon in den vergangenen Tagen wieder Erfahrungen damit gemacht, mich meinen negativen Emotionen, wie Sinnlosigkeitsempfinden, Unwillen, und Minderwertigkeitsgefühlen nicht mehr so stark hinzugeben, sondern aktiv zu werden, etwas zu tun, das mir guttut.“

3. Zusammenfassung:
folgt

LingamMassage
am 9.3.2014, 14:00 – 15:30

Warhnehmungen und Wirkungen:

1. Unterschiedliche Wahrnehmungen und unterschiedliche Wirkung auf Empfänger/in und Massierende/n

Empfänger/in (Person A):

„Die Massage war sehr sinnlich für mich. Es war ein wunderbares Gefühl, so lange und ausdauernd so berührt zu werden !
Nach derMassage kamen in mir tiefe Gefühle des Verlassenseins auf, undes war gut, dass ich mir nach dem Ende der Massage Zeit für mich genommen habe , um nachzuspüren und für mich „da“ zu sein.
Ich fühlte mich nach der Massage insgesamt innerlich „aufgeweicht“, „nah am Wasser gebaut“, emotional sehr berührbar, verletzlich und offen, eine wunderbare Erfahrung !“

Masseur/in (Person B):

„Ich bin während dem Massieren einigen Widerständen begegnet und bin froh, dass ich die Massage dennoch wie geplant ausgeführt und abgeschlossen habe. Denn auf einige Griffe hatte ich überhaupt keine Lust ! Andere hingegen haben mir sehr gut gefallen. Jetzt, nach der Massage merke ich, wie gut mir momentan das Geben tut ! Und es war gut für mich, meine Widerstände während der Massage zu fühlen und anzunehmen und dennoch mit der Massage weiterzumachen.

Abends vor dem Einschlafen fühlte ich mich so kraftvoll in meinem Körper und energiegeladen, als könnte ich Bäume ausreißen !
Nachts habe ich sehr unruhig geschlafen und fühlte mich angespannt. Ich hatte Träume voll von ´dunkler´ Energie, dei mit Angst und Ängsten zu tun hatten. Ich hatte deutlich den Eindruck, dass diese ´dunklen´ Themen Tehmen des Massageempfängers waren, nicht die meinen, und ich frage mich, ob ich damit richtigliege. Mit dieser Frage will ich weiter umgehen, und dieses Thema bei meinen nächsten Massagen weiter gut beobachten.“

2. Zusaammenfassung
-folgt-

– wird fortgesetzt –

UniversIdee & UniExperiment

von Tomas

So verstehe ich momentan UniversIdee und UniExperiment und ihr Verhältnis zueinander:
,

UniversIdee
ist einfach die Formulierung der Idee,
dass jeder Mensch jederzeit Lernender ist.

In der aktuellen Hirnforschung ist diese Vorstellung nicht mehr nur Idee,
sondern Erkenntnis:
Unser Hirn lernt – permanent !
Es kann gar nicht anders !
.
Als Idee ist das jetzt nicht so neu.
.
Vielleicht schon neuer ist, sich des eigenen permanenten Lernprozesses auch permanent bewusst zu sein.
.
I.
UniversIdee: Wertschätzung !
.
Für manche neu ist es vielleicht, sich des eigenen permanenten Lernprozesses in vielen Lebensbereichen nicht nur bewusst zu sein, sondern das permanente eigene Lernen auch wertzuschätzen. ..
UniversIdee drückt diese Wertschätzung aus: Hey, Du bist ein jederzeit Lernender ! Das ist schön !
.
. Gibt es echte Wertschätzung ohne Interesse ?
.
. II.
UniversIdee: Neugier !
.
UniversIdee drückt diese Wertschätzung nicht nur aus, sondern fragt:
Was lernst Du denn ? Was lerne ich denn ?
.
UniversIdee drückt Wertschätzung aus, und Interesse am eigenen permanenten Lernen und dem Lernen anderer.
.
III.
UniversIdee: Gemeinschaft !
.
Damit ist UniversIdee bereits politisch.
.
UniversIdee meint: Hey, dass Du jederzeit Lernender bist, ist nicht nur vielleicht wichtig für Dich.
Es ist   wichtig für mich !
Denn ich will nicht nur allein, sondern auch von Dir lernen !
.
Damit drückt UniversIdee nicht nur die Wertschätzung des eigenen permanenten Lernens aus, sondern auch des permanenten Lernens des anderen.
Politik formuliert Werte in einer Gemeinschaft.
UniversIdee formuliert den Wert permanenten Lernens aller Menschen für die Gemeinschaft aller Menschen.
So kann das permanente Lernen zu einer neuen Basis von Gemeinschaft werden.
.
UniversIdee sagt: Hey, es ist für mich wichtig, dass und was Du lernst !
.
IV.
UniversIdee: Qualifikation !
.
Viertens will UniversIdee die Wertschätzung permanenten Lernens nicht nur zwischen einzelnen sichtbar machen.
.
Sie will die Wertschätzung permanenten Lernens  für alle sichtbar machen.
Deshalb beinhaltet UniversIdee auch die Idee von UniversIdee-Abschlüssen.
In ihnen bescheinigen sich UniversIdenten das Beherrschen erlernter Fähigkeiten und Wissensgebiete gegenseitig.
.
V.
UniversIdee: Demokratie !
.
Damit wird fünftens die Wertschätzung von Wissen und Können demokratisiert:
nicht mehr nur staatliche Institutionen oder private Unternehmen können dann Wissens- und Fähigkeitenerwerb dokumentieren und bestätigen, sondern ich und Du !
.
Unser Interesse am anderen und seinem Lernen führt damit dann zu Lernrpozess-Bilanzen.
.
VI.
UniversIdee: Menschenrecht !
.
Natürlich bergen so viel Freiheit und Gleichberechtigung Gefahren und brauchen Verantwortung.
Deshalb bekennt sich sechstens UniversIdee zu den allgemeinen Menschenrechten.
.
Eins bis sechs gelten auch für UniExperiment.
Aber UniExperiment ist noch mehr als UniversIdee.
.
VII.
UniExperiment: Von der Idee zur Praxis !
.
UniExperiment ist eine der Möglichkeiten der praktischen Umsetzung der UniversIdee:
UniExperiment ist eine Verwirklichung der UniversIdee.
UniExperiment geht bewusst mit den Standards wissenschaftlichen Arbeitens um.
.
Eine Idee ist nicht ortsgebunden, ein Experiment schon.
.
Deshalb beschreibt das UniExperiment eine der Möglichkeiten, die UniversIdee konkret umzusetzen, und wo das passiert.
.
Das UniExperiment findet überall dort statt, wo mindestens ein Mensch sich nicht nur zum permanenten Lernen bekennt, sondern es auch für andere in einem permanenten Prozess sichtbar macht.

Tomas´ Universitätskonzept

Mein Verständnis von UniExperiment

 Individualität im Dienst der Gesellschaft

Der UniExperiment-Student gestaltet sein Studium selbst, aber im Verständnis von UniExperiment nicht nur für sich selbst. Denn im individuellen Fähigkeiten-, Interessen-, und Begabungsprofil des Einzelnen sieht UniExperiment Sinn, der über den Einzelnen hinausweist.

UniExperiment geht davon aus, dass das individuelle Fähigkeiten-, Interessen-, und Begabungsprofil des Einzelnen Sinn hat wesentlich auch für die Gesellschaft. UniExperiment glaubt, dass das ureigene Profil jedes Einzelnen wichtige Ressourcen birgt, die für die Gesellschaft von großer Bedeutung sind.

Denn UniExperiment sieht den Einzelnen als sinnhaften Teil eines sinnhaften Ganzen, und somit gerade in seiner Einzigartigkeit auch als sinnerfüllten Teil der Gesellschaft, in der er lebt.

Damit geht UniExperiment davon aus, dass die individuellen Anlagen und Fähigkeiten des Einzelnen eine Sprache sprechen, deren Äußerung für die Gemeinschaft ebenso wichtig ist, wie für ihn selbst.

Das ureigene Potenzial freilegen und nutzen

Wesentlich für das Studium bei UniExperiment ist und im Verständnis von UniEsperiment auch für die Gesellschaft ist, dass der Student sein eigenes Fähigkeiten- Begabungs- und Interessenprofil nutzt.

Um es nutzen zu können, muss er Zugang zu ihm haben. Der Zugang zu den eigenen Studien- und Lernleidenschaften ermöglicht es dem Studenten, seine ureigenen Ressourcen, sein individuelles Potential zu nutzen.

Ist oder scheint dieser Zugang zum ureigenen Potential verschüttet, bietet das gemeinsame Studium mit den Mitstudenten vielfältige Möglichkeiten und Angebote, an der Freilegung des ureigenen Potenzials zu arbeiten.

UniExperiment sieht eine wesentliche seiner Aufgaben darin, dem Einzelnen Hilfestellungen zu bieten und Partner zu sein für die Entwicklung seines ureigenen Potenzials. Schon die Gemeinschaft von Studenten die ebenfalls genau daran arbeiten, kann hilfreich sein, ebenso wie die Unterstützung von auf diesem Gebiet Erfahrenen, auf die UniExperiment-Studenten zurückgreifen können.  

Studium entlang der eigenen, individuellen Studienfragen

 Sein Studienthema drückt der UniExperiment-Student auch mittels seiner individuellen Studienfragen aus. Dazu formuliert er zu Beginn seines Studiums seine Studienfragen. Entlang seiner eigenen Studienfragen verläuft sein Studium und sein Lernweg. 

Studium und innerer Antrieb

UniExperiment geht davon aus, dass ein Mensch, der seinen ureigensten Interessen und Fähigkeiten lebt, seinem inneren Antrieb folgt.

UniExperiment ist überzeugt davon, dass jeder Mensch diesen inneren Antrieb hat. Ist sein ureigener Antrieb nicht zu spüren, so liegt das aus der Sicht von UniExperiment allenfalls daran, dass er verschüttet ist, und erst freigelegt werden muss.

Wenn nötig: den inneren Antrieb finden und freilegen

Daher ist es ein wesentlicher Teil des Studiums, den inneren Antrieb des Studenten freizulegen, falls das nötig ist.

Dies geschieht am Anfang des Studiums, an dem die Studienfragen formuliert werden müssen.

Jeder Student des UniExperiment hat zu erklären, wie seine Studienfragen lauten, und auf welchem Weg er ihnen folgen will.

Kann ein Student seine individuellen Leidenschaften, also seine individuellen Studienfragen nicht formulieren, so erhält er von UniExperiment jede Unterstützung, um sie zu finden.

Denn das Auffinden der eigenen Studienfragen ist ein wesentlicher Garant für das effektive Studieren. Sie geben vor, wo´s im Studium langgeht. Wo kein äußerer Lehr- und Studienplan existiert, soll der innere bewusst sein, oder eben freigelegt werden.

Im Potential des Einzelnen liegt Sinn

UniExperiment geht davon aus, dass jeder Mensch eine einzigartige Mischung von Fähigkeiten, Interessen und Begabungen in sich birgt.

UniExperiment geht weiter davon aus, dass dieses individuelle Fähigkeiten-, Interessen-, und Begabungs-Profil nicht zufällig, beliebig und sinnlos ist, sondern im Gegenteil tief sinnhafter Ausdruck einer sinnerfüllten Schöpfung.

UniExperiment sieht den Menschen als Teil der Schöpfung.

Damit werden die individuellen Fähigkeiten, Interessen und Potentiale des Einzelnen als sinnhafter Teil eines sinnhaften Ganzen gesehen:

der Mensch wird verstanden als Teil eines beseelten Schöpfungs-Ganzen und ebenso als sinnhafter Teil eines Gesellschafts-Ganzen.

Lebendiges, und damit auch der Mensch mit seinen für ihn charakteristischen Interessen, wird von UniExperiment nicht als bloße Ansammlung biologischer Funktionen und Mechanismen verstanden , sondern als zutiefst sinnerfüllter Lebensausdruck der Schöpfung an sich.

Achtung für die Schöpfung

Diese Schöpfung und der Mensch, als deren Teil UniExperiment ihn sieht, verdienen für UniExperiment tiefe Achtung:

Nicht sinnlos zufällig ist die Schöpfung, wie sie ist, für UniExperiment, sondern Ausdruck einer tieferen Ordnung, ebenso wie der Mensch. Die Schöpfung in ihrem So-Sein und der Mensch mit seinen Interessen,

Begabungen und Fähigkeiten, sind für UniExperiment nicht sinnlose Tatsache, sondern Zeichen einer wesen- und sinnhaften Lebendigkeit, die UniExperiment um ihrer selbst willen und als Teil des beseelten Kosmos respektiert.

Mit dieser tiefen und liebevollen Achtung für das Lebendige verbindet sich für UniExperiment auch die Achtung vor den im Einzelnen lebendigen Kräften und damit seinen Lern- und Lehrbedürfnissen, seinen Wissens- und Tätigkeitswünschen.

Achtung für den individuellen Lernweg

Wenn Einer z. B. das Bauer-Sein auf seine eigene Art lernen will, dann sieht UniExperiment in dieser, seiner eigenen Art das Bauer-Sein lernen zu wollen, Schönheit und Sinnhaftigkeit, die durch einen normierten Lehr- und Lernweg weder erfasst, noch abgebildet und damit auch nicht geachtet werden kann.

Wie Einer lernen und wie sich Einer entfalten will, ist für UniExperiment eben nicht zu vernachlässigende Petitesse angesichts behaupteter objektiver Erfordernisse, sondern wesentlicher Ausdruck des Schöpfungskosmos und als solcher zu achten zu respektieren und zu fördern.

Genau daraus leitet sich die höchste Prioriät ab, die UniExperiment den  individuellen Lern- und Entfaltungswünschen des einzelnen Studenten zubilligt.

Daher richtet sich das Studium im UniExperiment an diesem individuellen Potential aus: das eigene Fähigkeiten-, Interessen- und Begabungsprofil gibt den Rahmen für das Studium vor.

Der Student gestaltet sich sein Studium selbst.

Universitätskonzept

Wer kann Student des Uniexperiments werden?

Jeder Mensch kann Student des Uniexperiments werden, Zulassungsvoraussetztungen im Sinne von Abschlüssen gibt es nicht. Auch örtlich sind wir nicht gebunden; die Welt ist unser Campus. Man selbst muss sich jedoch verbunden fühlen mit uns und unserer Idee.

Was kann studiert werden?

Die Studenten wählen sich ihre Studieninhalte selbst und bestimmen auch selbst wie sie diese erlernen wollen. Dass kann ein einfaches Lesen von Texten und Büchern sein oder die Organisation eines Seminars oder das Arbeiten in und an einem Projekt. Und natürlich können auch Mentoren eingeladen werden (z.B. Professoren und andere Menschen, die in einem entsprechenden Bereich gebildet sind) oder auch eine normale Uni (als Ergänzung des Studieninhaltes) besucht werden. In unserer Gruppe unterstützen wir uns gegenseitig bei unseren Studieninhalten. Themen oder Projekte, die zu einem gewissen Abschluss gebracht wurden, wollen wir öffentlich präsentieren.

Wie wird studiert?

Auf der einen Seite anhand von persönlichen Studienfragen, (statt diesem total realitätsfernen Studium an normalen Unis mit ihren Wissensfeldern)  denen man nachgeht und an denen man forscht und die man vielleicht auch erst einmal finden muss.

„Ich frage mich, ob die Frage nach meiner Frage exitenziell ist?“ 

Der Denker

Und auf der anderen Seite anhand von meist gesellschaftsrelevanten Gruppenprojekten und Gruppenthemen, die wir gemeinsam auswählen und organisieren werden. Wie genau das aussehen wird und wie viel Zeit wir für welchen Teil nutzen wollen wird sich zeigen und wir werden da ganz viel, auch unterschiedlichste Methoden, wie wir lernen werden, ausprobieren.

Wann ist das Studium beendet und wie sieht ein Abschluss aus?

Das Studium im Uniexperiment ist dann beendet, wenn es der Student als beendet betrachtet. Ideen für Abschlüsse sind zum Beispiel, dass ein Abschluss in Form eines erfolgreichen Projekts besteht, durch welches Andere eine glaubhafte Idee von den persönlichen Fähigkeiten bekommen oder aber auch, dass man sich von Personen, die eng mit einem Zusammengearbeitet haben (Zum Beispiel Studenten oder Mentoren) seine Fähigkeiten bescheinigen lässt.  Auch kann natürlich jeder nebenher ein normales Studium an einer anderen Universität absolvieren.

 

Lernen & Liebe – von Tomas

Lernen, Liebe & Gesellschaft

I.Worum geht es im Uni-“Experiment“ ?

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Vorbemerkung:

Dieser Text bildet einen Teil der Sicht des Autors ab auf das, was er für Wirklichkeit hält.

Dieser Text, übrigens auch der Text dieser Vorbemerkung, enthält Behauptungen, die im Text selbst weder begründet noch belegt werden.

Dieser Text lädt also förmlich dazu ein, jede seiner Behauptungen zu hinterfragen.

: -)

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Im „Experiment“ soll es um Formen des Lernens gehen, für die es bisher nach Wahrnehmung der Projektteilnehmer zu wenig Unterstützung und Vernetzung (und keine oder zu wenige Angebote, Orte und Infrastruktur ?) gibt.

Voraussetzungen für selbstbestimmtes, selbstorganisiertes Lernen

Es soll im „Experiment“ um selbstbestimmtes, selbstorganisiertes Lernen gehen.

Im „Experiment“ geht es daher um:

– Selbstbestimmung,

– Selbstorganisation und

-Lernen.

Klarheit und Handhabung

Je mehr Klarheit darüber besteht, was das eigentlich ist, worum es geht (Selbstbestimmung, Selbstorganisation, Lernen) umso effektiver, kreativer und freier kann eine Gruppe mit dem umgehen, worum es (ihr) geht.

Je klarer für die Gruppe der Gegenstand umrissen ist, mit dem sich eine Gruppe beschäftigt, umso leichter ist dieser Gegenstand für die Gruppe zu handhaben, umso leichter fällt es einer Gruppe, mit ihm umzugehen.

Wenn nicht klar ist, wo der Gegenstand endet, und wo er beginnt, oder wenn nicht klar ist, was er enthält, dann kann man ihn zwar vielleicht in die Hand nehmen, aber ihn schwer nutzen.

Kenntnis, Benennung & Nutzen

Denn um etwas zu nutzen, muss ich sein Potenzial kennen. Ich muss ein Potenzial nicht unbedingt benennen können, um es zu kennen. Aber ich muss es benennen können, um es zu nutzen. Denn wenn ich ein Potential nicht benennen kann, kann ich auch nicht benennen, wofür ich es nutzen kann oder könnte.

Erkennen, Benennen und Nutzen von Möglichkeiten und Fähigkeiten

So geht es in diesem Projekt auch um Benennung von Potentialen, um Benennung von Möglichkeiten und Fähigkeiten. Denn nur wenn Möglichkeiten erkannt und benannt werden können, können sie auch (zielgerichtet) nutzbar gemacht werden.

Darum geht es im „Experiment“ also auch: um die Nutzbarmachung von Möglichkeiten und Fähigkeiten.

In Verbindung mit der obigen Behauptung („I.“)

geht es also im Projekt darum,

die Möglichkeiten und

Chancen, also

das Potential

von selbstbestimmtem, selbstorganisiertem Lernen

zu erkennen,

zu benennen und

nutzbar zu machen.

II.Ziele und Gründe für selbstbestimmtes, selbstorganisiertes Lernen

Wofür: selbstbestimmt, selbstorganisiert Lernen ?

Wofür soll denn das Potential von selbstbestimmtem, selbstorganisiertem Lernen nutzbar gemacht werden, mit welchem Ziel ?

Selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Lernen wird als freudebringend und erfüllend erlebt. In ihm wird Sinnhaftigkeit erfahren und eine Art von Geborgenheit, die im Verfolgen des eigenen, selbstbestimmten (Lern- umd Studien-) Weges erlebt wird.

Neues Lernen: Wozu ?

Warum wollen sie, dass etwas Neues entsteht ?

Warum wollen sie eine neue Form des Lernens leben und vorleben ?

Weil sie mit dem Bestehenden unzufrieden sind.

Das gegenwärtige Studienangebot an Hochschulen und Universitäten wird als

– zu verschult,

– zu verplant und als

– zu sehr fremdbestimmt

erlebt:

Nicht mehr der Student

– mit seinen Neigungen und Fähigkeiten,

– mit seinen individuellen Bedürfnissen und Lernwünschen

steht im Vordergrund, so wird es wahrgenommen,

sondern die Interessen von Arbeitgebern, die nahezu ausschließlich an

Gehorsam und

materiellem Profit

orientiert sind.

Alle am Projekt Beteiligten, wollen, dass hier etwas Neues entsteht. Denn verschultes, verplantes und fremdbestimmtes Lernen und Studieren macht zu wenig Spaß !

Unzufrieden: womit ?

Womit genau sind die am Projekt Beteiligten unzufrieden ?

Sie sind unzufrieden damit, dass ihnen gesagt wird, was sie lernen sollen und wie sie lernen sollen und wann sie lernen sollen.

Sie sind unzufrieden damit, dass Lernen mit Gehorchen verknüpft wird:

„Ich bestimme genau, was Du lernst und wie, wenn Du Dich einmal für eine bestimmte Richtung oder für ein Fach entschieden hast !

Wie Du lernen willst, was Du später einmal können möchtest, ist dabei unwichtig !

Wie Du lernen willst, was Du später einmal können möchtest, entscheide ich, nicht Du !

Wenn Du meinen Entscheidungen nicht folgst, wenn Du nicht gehorsam bist, dann darfst Du nicht lernen, zumindest nicht in dieser Institution hier !.“

Lernen in Institutionen ist nur den Institutionen und deren Strukturen gegenüber Gehorsamen gestattet

Denn das Nutzen der Ressourcen, die zum Lernen gebraucht werden, ist an Gehorsam denen gegenüber geknüpft, die diese Ressourcen verwalten:

Politiker, Professoren, Rektoren, Dozenten, Verwaltungsfachleute.

Die am Projekt Beteiligten sind unzufrieden damit, dass Gehorsam ihnen gegenüber wichtiger ist, als Hinhören. Sie sind unzufrieden damit, dass

Gehorsam wichtiger ist,

als:

Hinhören!

Was hieße denn: Hinhören ?

Hinhören hieße, hinzuhören, wenn sich eine innere Stimme meldet, die mir sagt, was ich lernen will.

Hinhören hieße, zuzuhören, wenn sich ein Bedürfnis meldet, das mir sagt, wie ich lernen will.

Hinhören hießet auch: das beobachten, erforschen und erfahren, was ich lernen möchte.

Hinhören hieße, mir meine eigene Beziehung zum zu Lernenden selbst zu schaffen, nur begrenzt durch das eigene Potenzial, nicht aber etwa durch Verwaltungs- und Studienvorschriften.

III.Lernen als Beziehung

Wenn Lernen wesentlich von der Beziehung zum zu Lernenden lebt, dann ist Lernen auch: Beziehung. Wie gestalte ich diese Beziehung ? Wie gestalte ich meine Beziehungen: Liebevoll ?

Die liebevolle Lernbeziehung

Wie sähe eine liebevolle Lernbeziehung, wie sähe ein liebevoller Bezug zum Lernen aus ?

Verträgt eine liebevolle Beziehung Druck und Zwang ?

Verträgt sie Vorschriften ?

Verträgt sie Bestehen auf Gehorsam ?

Damit ich mir diese, meine eigene, vielleicht auch liebevolle Beziehung zum Lernen schaffen kann, brauche ich Raum und Zeit:

Ich muss Raum und Zeit haben, zu beobachten, zu erforschen, was das denn eigentlich für mich ist und bedeutet, was ich da lernen möchte.

Ich muss Raum und Zeit haben, zu beobachten, zu erforschen, was das denn eigentlich ist und bedeutet, was ich da lernen möchte.

Der Vorzug von Funktionieren und Gehorsam lässt der Liebe weniger Raum

Bloßes Bestehen auf Auswendiglernen, Funktionieren und Pauken lässt mir keinen Raum und keine Zeit, zu beobachten, zu erforschen, was das denn eigentlich ist und bedeutet, was ich da lerne.

Bloßer Lerngehorsam lässt mir keinen Raum und keine Zeit, zu beobachten, zu erforschen, was das denn eigentlich für mich ist und bedeutet, was ich da lerne.

Oft schon wurde beklagt, welche Folgen es hat, wenn Menschen vorwiegend funktionieren, und der Blick verloren geht für das, was das eigentlich bedeutet und für sie bedeutet, was sie da tun. Als eine dieser Folgen vorwiegenden Funktionierens ohne persönlichen, Bezug zum eigenen Tun wird auch Krieg gesehen.

Selbstbestimmung öffnet den Weg vom „Ich!“ zum „wir

Wenn ich selbst erforsche und beobachte, was das denn eigentlich ist und bedeutet, was ich da lerne, wenn ich selbst erforsche und beobachte, was das denn eigentlich für mich ist und bedeutet, was ich da lerne, dann ist von dort aus ist der Schritt zur Frage, was das denn eigentlich für andere ist oder sein könnte, oder was es denn für andere bedeutet oder bedeuten könnte, was ich da lernen will, nicht mehr weit.

Was könnte es für andere bedeuten, wenn ich das lerne ?

Könnte mein Lernen anderen Möglichkeiten schaffen ?

Könnte durch mein Lernen anderen Möglichkeiten geschaffen werden, die sie so ohne mein Lernen vielleicht nicht hätten ?

Hat oder hätte mein Lernen Nutzen für andere ?

Auch alle diese Fragen tauchen auf, wenn ich mir Gedanken über meine ganz eigene Beziehung zu dem mache, was ich lernen will.

Die Freiheit der Selbstbestimmung öffnet einen freien Bezug zum Du

Wenn ich mir die Freiheit nehme, diese Beziehung zum zu Lernenden freiwillig zu einer ganz persönlichen, individuellen zu machen, dann wächst damit auch meine Lust, andere an dieser persönlichen Beziehung teilhaben zu lassen. Ganz natürlich wächst dann mein Bedürfnis, anderen von meiner so persönlichen Erfahrung zu erzählen und mich mitzuteilen und schon ist damit der Same zum Lehren gelegt, schlicht aus dem menschlichen Bedürfnis heraus mitzuteilen, was mich bewegt.

Was mich bewegt, will ich auch mitteilen

Wozu ich eine individuelle Beziehung aufbauen kann, das kann mich auch bewegen. Wozu ich meinen eigenen Bezug aufbauen konnte, kann mich berühren. Was mich bewegt und berührt, das möchte ich gerne mitteilen, sei es in Schriftform, im Erzählen, oder in einer anderen Form des Mit-Teilens.

Selbstbestimmtes Lernen => Neue Freiheit der Lehre

Schön ist, wenn sich zu einer so verstandenen Freiheit des Lernens dann auch eine neu verstandene Freiheit des Lehrens gesellt:

nur wen wirklich interessiert, was ich da mitzuteilen habe und wie ich es mitteile, nur der wird mir auch freiwillig zuhören wollen.

Es gibt bei so verstandener Lehre aus selbstbegeistertem Mitteilen keine Zuhörverpflichtung mehr !

Neue Freiheit der Lehre schenkt die Freiheit des Hinhörens

Wenn es also die Freiheit des Hinhörens gibt, gibt es auch die Freiheit vom Zuhören. Wenn ich also selbst mir das Lernen gestalte und mir dafür Raum zum Hinhören gebe, dann gehört dazu auch, dass ich anderen den Raum zum Hinhören gebe, statt sie zum Zuhören zu zwingen. Wenn die Lernenden sich die Lehre selbst gestalten, dann bestimmen sie selbst, wen sie als Lehrenden hören wollen. So entspräche der Freiheit des Lernens eine neu verstandene Freiheit der Lehre. Diese so verstandene Freiheit der Lehre bestünde darin, selbst zu entscheiden wem man denn wann zuhört, um zu lernen.

IV.Das Freie Uni -“experiment“ als Friedensinitiative einer demokratischen Zivilgesellschaft

So führt die Frage, was Lernen eigentlich ist, direkt zur Projektbeschreibung.

Denn das Projekt ist durchgehend eine Manifestation der Frage: Was ist Lernen ?

Aus den individuellen Antworten der Studenten auf diese Frage entsteht erheblicher Nutzen für die Gesellschaft, weil die zwei wesentlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für ihre Beantwortung notwendig sind, notwendige Voraussetzungen sind für das friedliche Zusammenleben in einer Gesellschaft:

Selbstbestimmung und Selbstorganisation

So will und soll die Freie Uni zutiefst friedensstiftend und die demokratische Zivilgesellschaft stärkend und erhaltend sein und wirken.

– Konzept-Fragment

Zusammengestellt aus Textteilen von Diemut u. Patrick, Martin, Tomas,

bearbeitet von Alexandra, Camilla, Cornelius, Lukas, Martin, Rebekka, Tomas

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I. Wer ist Student im Sinne von UniExperiment ?

Jeder Mensch, der

a) versucht, offen und unvoreingenommen zu hinterfragen, und
b) eigene Ideen entwickelt und daraus Ideale bildet, und der
c) versucht, diese teilnahmsvoll zu leben und im Handeln zu verwirklichen, und der
d) dies alles (a)-c)) tut, in kontinuierlichem Austausch mit seiner Mitwelt und seinen Mitmenschen,

ist Student von UniExperiment.

            II. Studienstufen u. -fragen

        1. „Studium generale“

Wir verstehen jeden Menschen, der sich für sich allgemein in der Welt orientiert, als einen Studenten seines „Studium generale“.

2. „Studium individuale“

Wer seine eigene Herzensfrage(n), die er in sich trägt, gefunden hat und ihr (ihnen) folgt, den sehen wir auf der Stufe seines „Studium individuale“. Die Herzensfragen des UniExperiment-Studenten verstehen wir als seine Studienfragen.

3. „Studium initiale“

Wer entlang seiner Herzensfrage(n) an einem konkreten Projekt arbeitet, den verstehen wir als Studenten seines „Studium initiale“.

       III. Studium

       1.

Jeden, der dies wünscht, wollen wir als Studentengemeinschaft UniExperiment dabei unterstützen, seinen eigenen Studienweg zu gehen.

 Für diese Unterstützung

– kann jeder UniExperiment-Student im UniExperiment ein Umfeld von Gleichgesinnten finden, die sich in ihrer jeweils eigenen Weise um die in I. beschriebene Haltung bemühen

– materielle, rechtliche und finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen, die sich die Studentengemeinschaft UniExperiment geschaffen hat, z. B.
–  Räumlichkeiten
–  Kontakte
–  Kooperationsmöglichkeiten
–  Fähigkeiten, Wissen und Kompetenzen der Mitstudenten und
– extern verpflichteten Dozenten
–  finanzielle Mittel

     2.

Jeder UniExperiment-Student (gemäß der Definition unter I.)  verpflichtet sich, mit seinen Mitstudenten kontinuierlich im Austausch und Gespräch über den Fortgang seines Studiums zu bleiben (s. a. I d).

 

    IV. Grundwerte des UniExperiment

(Grundlagen/gemeinsamen Werte)

Die Gemeinschaft der Studenten des UniExperiment  lebt und  studiert in Gemeinschaft.

Die Gemeinschaft der Studenten des UniExperiment arbeitet mit regelmäßiger Reflektion und Austausch.

Die Gemeinschaft der Studenten des UniExpwriment arbeitet auf der Grundlage von

 –       Ehrlickeit

–       Vertrauen

–       Selbstverantwortung

–       Eigeninitiative eines jeden Teilnehmers

–       Motivation des  Einzelnen

–       Gegenseitige Unterstützung  der Prozesse

                  Ohne Eigeninitiative findet nichts statt. : -)

– Tomas

Warum Universidee?

Ich bin 46. Ich will mit meiner Kraft und Erfahrung Räume schaffen, in denen frei und selbstbestimmt gelernt und geforscht werden kann.

Außer als Mit-Erbauer eines solchen FreiRaumes sehe ich mich auch selbst als UniversIdent: Ich studiere selbst permanent frei  & selbstbestimmt. Dabei beobachte ich mich und tausche meine Wahrnehmungen mit denen anderer aus. So erfahre ich  immer wieder neu, wie freies, selbstbestimmtes Lernen gelingen kann.

Ich glaube, dass wir alle einen solchen Raum in uns tragen: einen Raum, der unsere Sehnsucht beherbergt, uns frei zu entfalten. So trägt aus meiner Sicht jede/r seine eigene UniversIdee in sich. Ich möchte einen Ort schaffen, an dem dieses jedem ureigene Potential geäußert werden kann. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem dieser innere Reichtum  nach außen treten, sichtbar werden und mit dem individuellen Potential anderer in Beziehung treten kann.

Denn dann entsteht aus meiner Sicht eine ´neue Welt´, dann entsteht aus meiner Sicht Veränderung: wenn ich den stetigen Wandel, der ich selbst bin und dessen Teil ich bin, mir zuerst bewusst und dann sichtbar mache, für andere sichtbar mache. Wenn ich das, was und wie ich momentan bin, ausdrücke und für andere wahrnehmbar mache, entsteht aus meiner Sicht Veränderung. Denn ich selbst bin dauernde Veränderung, ständiger Wandel.

Doch um mich selbst, meine Interessen, Lernwünsche und Wahrnehmungen ausdrücken zu können, brauche ich Freiraum. Ich brauche einen Raum, den ich zunächst einmal selbst gestalten kann. Ich brauche einen Raum, der eben nicht von den Interessen, Wünschen, Bedürfnissen und Wahrnehmungen anderer schon durchgestaltet ist, sondern einen freien Ort, der mir Platz zu meiner eigenen Entfaltung lässt. Denn wenn ich mich selbst entlang meiner Leidenschaften entfalten und entwickeln kann, fühle ich mich frei, lebendig und glücklich. Dafür braucht es UniversIdee: für die Freiheit, die Lebendigkeit und das Glück der eigenen Entfaltung, für die Freude am eigenen Schöpfertum,  für den Raum selbstbestimmten Lernens.

Ich brauche UniversIdee auch  für die Freiheit der inspirierenden Begegnung. Ich möchte als UniversIdent teilhaben am geäußerten inneren Reichtum anderer. Ich möchte den Leidenschaften anderer begegnen und ihrem Wissensdrang, ihrem freien Lerneifer und ihren Arbeitsergebnissen. Einen solchen Ort des freien Austausches suche ich und möchte ich zusammen mit anderen schaffen: UniversIdee !

von Tomas

1b1) Zum Universitätsbegriff, oder: Der „Christ“ – Baum ?

Universität als Ort freien Geistes

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f
rei wovonundfrei wozu ?
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Universität als Ort freien GeistesLebens
Universität als Ort freien UngeistesLebens

Universität als Ort freien Geistestodes
Universität als Ort unfreien Ungeistestodes

Universität als Unort unfreien UngeistesLebens
Universität als Unort unfreien GeistesLebens

Universität als Unort unfreien Geistestodes
Universität als Unort unfreien Ungeistestodes

Leben
?
_ | _

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(von Tomas,
zu seiner Studienfrage 1b
„Was ist (eine) Universität ?“)