Studien- und VersuchsReihe: TantraMassage

Tantra im UniExperiment

Studien- und Versuchsreihe Tantramassage
von Tomas Langhorst

Fragestellungen:

I. Welche Wirkungen hat Tantramassage auf Lebensgefühl, Wahrnehmungen und Engergieniveau des/der MassageEmpfängers/in und des/der Massierenden ?
.
II.Verändert sich die Wirkung der Tantramassage(n) für Empfänger/in und Massierende/n, und deren Wahrnehmung bei wiederholten Massagen über einen längeren Zeitraum ?

8.3.2014: GanzkörperMassage (18:00-19:30)
9.3.2014: LingamMassage (14:00-15:30)

Was ist TantraMassage ?

TantraMassage ist eine Massageform, bei der der Verlauf der Körperenergiezonen und -bahnen im Körper besonders berücksichtigt wird, und die in ein Ritual der Wertschätzung und Achtsamkeit eingebunden ist.
Sie kann als Paarmassage gestaltet werden, mit Masseur/in und Empfänger/in, und in beliebigen weiteren Kombinationen von einem/r oder mehreren Massierenden und Empfängern/innen.
Sie kann Körperenergien und inneres Erleben in Fluss und Balance bringen, die Intensität des Lebensgefühls und Energieniveaus steigern und körperliches und seelisches Wohlbefinden fördern.
Da in der Tantramassage sowohl Empfänger/in als auch Masseur/in größtenteils oder vollständig unbekleidet sind, erfordert diese Massageform vom Masseur/der Masseurin ein hohes Maß an persönlicher Integrität und Präsenz und Feingefühl. Daher ziehen einige es vor, diese Form der Massage ausschließlich mit ihnen eng vertrauten Menschen zu genießen.
Das Erleben von Schattenthemen des/der Empfangenden kann die Tiefenwirkung der Massage für den/die Massierte/n vergrößern. Deshalb ist ein Vor- und ein Nachgespräch selbstverständlich Teil der Tantramassage, wenn der/die Empfänger/in dies wünscht.

Praktizierte Tantramassage-Versionen (werden später im Überblick erläutert):
Ganzkörpermassage Version publiziert von Becker/Langhorst, 2013
LingamMassage Version publiziert von Becker/Riedl, 2008

Untersuchungszeitraum:
8.3.2014 – 8.9.2014

Untersuchte Massagesituation:
Paarmassage

Teilnehmende Personen:
2

Praktizierte Rollenverteilung:
wechselnd: Empfänger/in und Gebende/r tauschen ihre Rollen

Qualifikation der Teilnehmenden:
Eine Person (A) hat mehrere Ausbildungseinheiten für Tantramassage absolviert, langjährige Erfahrung mit Tantramassage und ist ausgebildete/r Tantramassage-Lehrer/in.
Die zweite Person (B) hat mehrere Ausbildungseinheiten für Yoga absolviert,  langjährige Yoga-Praxis, am 1.2.2014 eine Tantramassage-Ausbildung begonnen, seit 10 Monaten Erfahrungen mit Tantramassage,  und ist ausgebildete/r Yoga-Lehrer/in.
Damit verfügt eine Person über langjährige Erfahrung mit Tantramassage, die andere über knapp einjährige Erfahrung mit Tantramassage.
Beide Teilnehmende haben langjährige Erfahrung und Übung  in differenzierter Körper- und Selbstwahrnehmung.

Zeitpunkt der Äußerungen:
Teils direkt nach der Massage und zum Teil einige Stunden nach der Massage.

GanzkörperMassage
am 8.3.2014, 18:00 – 19:30

Warhnehmungen und Wirkungen:

1. Identische Wirkung auf Empfänger/in und Massierende/n

Beide fühlen sich nach der Massage „präsenter“, mehr „im Körper“.

2. Unterschiedliche Wahrnehmungen und unterschiedliche Wirkung auf Empfänger/in und Massierende/n

Masseur/in (Person A):

„Nach einer längeren Pause in meiner Massagepraxis merke ich, dass ich mich in den Ablauf der Massage erst wieder hineinfinden muss. Da ich noch sehr auf die Griffabfolge achte, gelingt es mir momentan noch nicht so leicht, mich in die Massage und den jeweiligen Moment ´fallenzulassen´.

Ich fühle mich jetzt nach der Massage ´runder´und ´ausgeglichener´. Ich fühle mich auf angenehme, weiche Art lebendiger, jetzt. Ich fühle mich nicht mehr nur ´im Kopf´ und meine Emotionen und Gefühle (Definitionen von ´Emotion´ und ´Gefühl´ nach Vivian Dittmar in „Gebrauchsanweisung für Gefühle“), sondern nehme mich noch umfassender wahr, als be-seelten Menschen, irgendwie viel ´ganzer´, als vor der Massage.
Ich habe den Eindruck, mehr von mir zu spüren, mehr meiner Persönlichkeitsanteile, mehr von meinen Möglichkeiten und Kräften. Ich spüre mich ´ganzer´ im Sein. “

Empfänger/in (Person B):

„Während der Massage sind Erinnerungen an meine Lebenssituation vor drei Jahren in mir hochgekommen, aber keine besonderen Gefühle dazu. Ich hatte den Eindruck, während der Massage immer wieder im Kopf zu sein, und mich nicht durchgehend fallenlassen zu können.
.
Meine negativen Emotionen, mein negatives Lebensgefühl, das ich eine Stunde vor der Massage in mir wahrzunehmen begann, also meine Negativität, die ich gut kenne, mein „Nicht-leben-wollen“ sind nach der Massage verschwunden. Ich fühle mich viel besser. Nach der Massage fühle ich mich jetzt wohl mit mir selbst und viel deutlicher in meinem Körper. Ich habe schon in den vergangenen Tagen wieder Erfahrungen damit gemacht, mich meinen negativen Emotionen, wie Sinnlosigkeitsempfinden, Unwillen, und Minderwertigkeitsgefühlen nicht mehr so stark hinzugeben, sondern aktiv zu werden, etwas zu tun, das mir guttut.“

3. Zusammenfassung:
folgt

LingamMassage
am 9.3.2014, 14:00 – 15:30

Warhnehmungen und Wirkungen:

1. Unterschiedliche Wahrnehmungen und unterschiedliche Wirkung auf Empfänger/in und Massierende/n

Empfänger/in (Person A):

„Die Massage war sehr sinnlich für mich. Es war ein wunderbares Gefühl, so lange und ausdauernd so berührt zu werden !
Nach derMassage kamen in mir tiefe Gefühle des Verlassenseins auf, undes war gut, dass ich mir nach dem Ende der Massage Zeit für mich genommen habe , um nachzuspüren und für mich „da“ zu sein.
Ich fühlte mich nach der Massage insgesamt innerlich „aufgeweicht“, „nah am Wasser gebaut“, emotional sehr berührbar, verletzlich und offen, eine wunderbare Erfahrung !“

Masseur/in (Person B):

„Ich bin während dem Massieren einigen Widerständen begegnet und bin froh, dass ich die Massage dennoch wie geplant ausgeführt und abgeschlossen habe. Denn auf einige Griffe hatte ich überhaupt keine Lust ! Andere hingegen haben mir sehr gut gefallen. Jetzt, nach der Massage merke ich, wie gut mir momentan das Geben tut ! Und es war gut für mich, meine Widerstände während der Massage zu fühlen und anzunehmen und dennoch mit der Massage weiterzumachen.

Abends vor dem Einschlafen fühlte ich mich so kraftvoll in meinem Körper und energiegeladen, als könnte ich Bäume ausreißen !
Nachts habe ich sehr unruhig geschlafen und fühlte mich angespannt. Ich hatte Träume voll von ´dunkler´ Energie, dei mit Angst und Ängsten zu tun hatten. Ich hatte deutlich den Eindruck, dass diese ´dunklen´ Themen Tehmen des Massageempfängers waren, nicht die meinen, und ich frage mich, ob ich damit richtigliege. Mit dieser Frage will ich weiter umgehen, und dieses Thema bei meinen nächsten Massagen weiter gut beobachten.“

2. Zusaammenfassung
-folgt-

– wird fortgesetzt –

2 Kommentare zu “Studien- und VersuchsReihe: TantraMassage

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s